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2012: Die Zweitfrau-Initiative

Könnte eine Zweitfrau-Initiative beim Volk Erfolg haben? So ein Verbot zum Halten einer Zweitfrau – oder mindestens eine Beschränkung auf nur noch 20 Prozent Zweitfrauen?

Das Volch weiss doch genau, dass da doch etwas viel unter dem Hag gegrast wurde in letzter Zeit. Und der Neid gegen die, die sich eine Zweite halten können, wird schon ausschlaggebend sein bei so einer Initiative. Eine Zweite ist meist luxuriöser und braucht meist mehr Wohnfläche als eine Erstfrau. In jüngster Zeit sind Zweitfrauen ja oft auch Ausländerinnen. Da können wir dann zwar nicht mit der Verschandelung der Landschaft kommen: sie sind ja oft architektonische Augenweiden und von imposantem Bauvolumen. Dafür haben wir diesmal auch die vereinigte Baulobby mit uns. Schliesslich geht’s ja um sexuelle Überkapazität und nicht um betriebswirtschaftliche Übergrössen. Gut, eine heiklere Frage wird dann schon die Definition werden, ob eine Zweitfrau erst eine Zweitfrau ist bei mindestens 3 Monaten Benutzung pro Jahr.

Das billige Argument von den warmen Betten bring’ ich jetzt in diesem Zusammenhang nicht. Zweitfrauen sind ja meist eh heisser – wie Zweitwagen. Das weiss nun jeder Eheberater: Zweitfrauen entstehen oft bei kalten Betten. Punkto Arbeitsplätze müssten wir uns eigentlich keine differenzierteren Gedanken machen – soziologische Studien zeigen ja: weniger Zweitfrauen steigern das Bruttosozialprodukt. Durch die Angebotsreduktion entstehen (hoffentlich) einige Tausend Arbeitsplätze im Nebengewerbe in städtischen Verrichtungsboxen.

Ob die Erstfrauen damit teurer werden? Das kann noch nicht definitiv beantwortet werden. Die Preissensibilität ist bekanntlich sehr individuell und das Halten von Zweitfrauen ist nach bestehendem Eherecht eh eingeschränkt. Beruhigend und für unsere Initiative wichtig ist: wer gegen die Minarette gestimmt hat, ist ja bestimmt auch gegen die antichristliche Zweit- und Mehrfrauenhaltung…

Eine entscheidende Frage wird sein, wo und wann die Zweitfrau-Bewilligungen eingeschränkt werden sollten? Ich meine Überhitzungen in einzelnen Regionen sind genau zu beobachten: zum Beispiel die Walliser-Cowboys grasen eben noch gerne unerlaubt. – Und bitte nicht vergessen, dass das mit dem exakten Nachweisen und Nachzählen von Zweitfrauen administrativ und auch juristisch etwas schwierig werden dürfte.

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