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das belladonna syndrom

 

Das kann ja nicht Realität sein, denkt man….Die Steinreiche wird von den potenzialarmen Bündner-Hang-Bewohnern gewählt. Uns fehlt’s eben an Kies. Gut, sie schätzt uns auch als tüchtige Mitmacher, eben Kiesmacher.

 

Die Schollenhüter und die Schwellenhüter der Bünder-Bau-und-Bankkonti lieben es. Das Scheff-Hafte der Zürcherin Martullo. Polit-Züchterin, mit wisserischer Befehls-Tonspur und der züriseegeborenen, gemütssimulierenden Ich-bin-doch-auch-etwas-molly-wie-ihr-Haltung. Ist doch auch gmüetli-schweizerisch: immer mehr fressen wollen, als man verdaut. Fast eine Allegorie, eine Soap-Figur für das Spiesser-Bündnertum. „Sie ist doch so erfolgREICH“ , die Frau, die in der Endlosschleife immer unzufrieden wirkt.

 

Momoll, das Haben für sie, das Sollen für die Wähler. Die Prekariatsfolklore wirkt auf jeden Fall. Die haben so eine „doppelte Buchführung“ würde ich das mal nennen: missbrauchen die Unterschicht um ihre Oberschicht-Ziele zu erreichen. Für ländliche Bündner, die sich zum nie erreichbaren, ersehnten Reichenbalkon noch eine Wohlhabenden-Terasse mit Umverteilungspool wünschen.

Als Heerlibergerin mit schwach geprägtem Sesshaftigkeitshintergrund ist sie vielleicht nicht gerade sprachintelligent, aber ihre sieben Zwergli haben ihre sieben Thinking-Steps schon verstanden.– Sie weiss: „Du darfst nie schlauer wirken als dein Wähler“. Das sagt wahrscheinlich auch ihr Umfeld: die Röschtis und Köppels. Auch doppelte Buchführung: der eine lliebundandundlüüttauglich, der andere hoch-fake-eloquent, sucht immer nach Eiterbeulen, wo auch makellose Haut ist. Ist für mich der Inbegriff der tiefsinnig komischsten Widersprüchlichkeit des Polit-Lebens.

Minderheiten-Geschädigte wie Graubünden sind derart mit sich selbst beschäftigt, dass sie das nicht merken, so dass sie halt anfällig sind. Partizipationsfolklore wirkt da schnell.

Wenn Mächtige tun, als seien sie machtlos. Wenn der Täter sich trumplike zum Opfer macht, die Kunst der strategischen Ausblendung und des schadlosen Überhörens beherrschend. Macht immer den Gärtner zum Bock – in Graubünden zum Steinbock. Führt dann den vermeintlichen Guerillakrieg gegen die Oberen, gegen Bern – und das als reichste Parlamentarierin.

Immer nach der geschmacklosesten, haarsträubendsten Position greifen, nur um andere zu skandalisieren. Edelgord nennt man das. Das sind jene Disputanten in Internetforen, die mit Trollen agieren und die grassierende Wutbürgerei von heute doch gut verkörpern. Schmöggt nach Stinggi. Minderheiten-Geschädigte wie Graubünden sind derart mit sich selbst beschäftigt, dass sie das nicht merken, so dass sie halt anfällig sind. Partizipationsfolklore wirkt da schnell.

Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre, was Frau Martullo in der SO sagt?

Und sie finanziert auch noch die Monolpresse mit, man siehts den Medien der Südostschweiz so klar an: Jeden Tag eine Hammerseite mit Martullo für die grössten Dumpfbacken. Im altersdebilen Bündner Tagblatt, da gehören ihr wenigstens die Titelrechte, aber auch in der infoschloddrigen, vertuschenden Südostschweiz mit Anhängsel wird ausnahmslos lobgehudelt. –

Die Bewirtschaftung von Zeitungspapier hat sich eben entschieden geändert. Martullo, als Sympath und Volksheldin versiegender Heimatgefühle mit pompös-hohlen Titeln wie „ Martullo obsiegt.“ Oderso. Für Bündner gilt: Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre, was Frau Martullo in der SO sagt?– Die wären ja auch vermutlich imstande ein Pilzbestimmungsbuch als Martullo-Innovation zu verkaufen..

Aber die Bündner haben eben keinen Spam-Filter eingebaut.

Hauptthema: Diese Begabung, die sich in der adäquaten Bündner Volksvertretung in Bern verschwendet und vergeudet…Die Obsiegerin war auf jeden Fall am Wahlabend unheimlich schlecht gelaunt. Die Performance der Unglücklichen (so heisst ein Buch von Simone Beauvoir). Jetzt muss sie wieder nach Bern…Die Arme, die so unsouverän, mit gesenktem Kopf müffelt, etwas zudeckt…diese stets traurig gekränkte Männlichkeit in einer Frau….Hat wohl einige biografische Narben. Benutzt Management-Brocken als Fake-Fast-Food für unbedarfte Gewerbler- und Boulevard-Leser-Wähler. Aber die Bündner haben eben keinen Spam-Filter eingebaut.

Würde man meinen Blog überhaupt lesen (ich weiss, viel zu lange), würde es jetzt schon wieder waschkörbeweise daumenrunter Leserbriefe der immergleichen Schreib-Bande der SVP hageln.…dabei möchte ich doch nur vorbeugen, dass Martullo noch zum Bündner Unwort des Jahres wird.

… so wie die blocherfinanzierten Südostschweiz-Medien die tägliche Martullo-Ration wie Belladonna-Tropfen den Bündnern einträufelt….

Ich glaube, da handelt es sich um das Belladona-Symptom. Vor vielenvielen Jahren war es ja bei Opernsängerinnen noch üblich, sich Belladonna in die Augen zu tröpfeln, die dann auf der Bühne mit Klarheit und einem Glanz erstrahlten, die darüber hinwegtäuschten, dass die Sängerinnen nichts mehr sahen. Die Belladonna-Tropfen liessen sie vorübergehend erblinden, und der durch sie erzeugten Anschein von vollkommener und perfekter Sicht, von glänzenden Augen, die dem Publikum eine gesteigerte Intensität und Einsicht signalisierten, verbarg den wahren Zustand der zeitweisen Behinderung.

Also in etwa so wie die blocherfinanzierten Südostschweiz-Medien die tägliche Martullo-Ration wie Belladonna-Tropfen den Bündnern einträufelt….so wie einige weitere Falschinformationen – Aber heute braucht man das ja nicht mehr…fake Tropfen sind wirksamer…und die meisten werden auch davon blind. Wählerblind.

Auf jeden Fall nimmt der Härtegrad des Wahnsinns massiv zu.. und die dumpferen Musikanten bedienen sich immer mehr der Polit-Sprachorgel…Intonationskunst mit subtilen Obertönen ist da nicht gefragt. Auch wenn der alte Blocher einfach seine letzte Hitze an jungen, coolen Grünen kühlen will, auf jeden Fall werde ich meiner Baby-Enkelin sagen:

„Ich werde zu Dir halten, wenn du zig Jungs ausprobieren wirst, ich werde dasein, wenn du am Freitag auf Klimademo gehst. Wenn du jedoch wirst wie diese Martullo, dann ist es aus zwischen uns…“– Abar gäll, auswandern bringt nichts, denn diese Kultur ist fatalerweise wie das Oktoberfest überall…

 

 

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