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Business-Sprech

In diesem Office klang mein Name aus seinem Mund wie ein Querschläger-Projektil: Schiesserrrrr…Ja aber jetzt werd’ ich wieder unsachlich, mitten in einer Besprechung, da brauch ich jetzt einen superschnell wirkenden Säureblocker. Der hört sich an wie ein Flipchart, sinnierte ich zuerst…und tut abgebrühter als eine Siedwurst. Dieser Goldmann-Sachs-Endsieg ist ja nahe, denk ich. Der kann sich mit Spreadsheets ins Komma saufen, auch wenn seine Grosshirnrinde im Leerlauf-Modus ist….ein Erfolgsfrisör mit der moralischen Integrität einer Schwingtüre…auf jeden Fall eine Büroraumverschwendung. „Da haben sich wohl der Horror deiner Krawatte und deine Tiefflieger-Ignoranz umarmt? Und dann erst deine neue Strategie, die hat ja nicht mal ein Geschlechtsteil , ein besserer Fusspilzkitzler“, dachte ich wohlwollend auf Autopilot umschaltend. – „OK, diese Blindschleiche braucht eigentlich nur ein geistiges Erektionskompositum.“

„All dieses Businessgehabe schneidet in der Meinung der Menge besser ab, wenn die Menge weiss, dass sie hinter dem grossen Schwindel einen Schwanz und ein Paar Eier ausmachen kann.“,

“Ich brauche endlich bessere Zahlen, bessere Ideen. Ich verlange jetzt mal etwas Positives.“ raunzte er im Ueberlegenheitsmodus. Er wusste zwar nicht so genau welche von was, egal, vielleicht wirken die Medikamente bei ihm nicht mehr. Kommt mir schon so vor wie die Investmentbanker um 2007 vor dem Crash…oder einige dieser Leute, die immer noch neue Sesselbähnli bauen. – Gut, zugestanden, im Grunde genommen sind die alle wie ich, also gestandene Männer und Machos. „All dieses Businessgehabe schneidet in der Meinung der Menge besser ab, wenn die Menge weiss, dass sie hinter dem grossen Schwindel einen Schwanz und ein Paar Eier ausmachen kann.“, so etwa hat doch Siri Hustvedt mal einfühlsam bemerkt…

Ja, Idioten erklären, dass sie welche sind, kann man nicht, sonst wären sie keine, wenn sie das verstehen würden, flüsterte mir dann mein Zitaten-Schatz liebevoll zu. Man nennt sie die „gierigen Wenigen“, sie möchten doch so gerne dazugehören. Das schaffen aber leider nur 1 Prozent, der Rest tut lieber so als ob er dazu gehörte. Und die auswendiggelernten Managementsätze markieren höchstens seinen Schrottstatus…er bleibt eine Handpuppe seiner Banker. So ein Muppet, so Klein-Josef Blatter plus Managementkurs plus Irina Beller, wahrhaft eine Killerapplikation. Den sollte man verklagen und den Golfsack verpfänden… – Halt, jetzt läuft meine Tastatur Amok…nun, wenigstens haben Sie ihren Business-Wortschatz erweitert.

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