Kolumne

Helli Begeisterung

Jetzt kann man sogar mit dem Eurocopter nach High-Vals…äähm, also zuerst nur mal nach Peiden-Tersnaus… eine Riesen-Innovation im Bündner Tourismus. Und ja zugegeben, ich liebe ich diese Heli-Rides in TV-Serien wie „24“, wenn einer aus Not, wie der Jack Bauer auch mal  einfach einen Heli stiehlt… Das dürfen wir aber nicht zulassen, wo kämen wir da hin. Das meinen auch die überfürsorglichen, sich ständig in der Nähe ihrer Kinder aufhaltenden Helikopter-Mütter. Wir wollen ja alle glückliche und erfolgreiche Kinder haben, um uns selbst als kompetent erleben zu können.

…die Umverteilung gut klappt, dass 89 Prozent der aktuellen Griechenland-Hilfe wieder im privaten Sektor landet, also bei Banken, Versicherungen und Fonds wissen ja auch nicht so viele. Man muss sich halt ab und zu zwischen den Flügeln winden.

Darum nennt man sie wahrscheinlich auch Hubschrauber, weil sich da die berühmten 1 Prozent so toll hochschrauben, die anderen sich meist doof bücken müssen. Das kennen wir ja auch bei einfliegenden griechischen Pauschalbesteuerten am Flughafen Samedan –  die sind aber nicht pauschal-bescheuert, haben den Heli auch nicht gestohlen, höchstens das Geld dazu. Und dass die Umverteilung gut klappt, dass 89 Prozent der aktuellen Griechenland-Hilfe wieder im privaten Sektor landet, also bei Banken, Versicherungen und Fonds wissen ja auch nicht so viele. Man muss sich halt ab und zu zwischen den Flügeln winden. Das Wort Helikopter setzt sich eben zusammen aus altgriechisch hélix „Windung,“ und pterón „Flügel“.

Vor Jahren empörten wir uns ja über den berühmtesten bündnerisch-griechischen Regierungs-Pelzmantel, der Präsident Clintons Heli am WEF in Davos empfangen hat. Aber vielleicht war das ja der Beginn des griechischen Schuldenzurückzahlens. Damals hatte man eben noch nicht die Idee des Helikopter-Geldes von Milton Friedmann begriffen. Der fragte sich ja, was wohl geschähe, wenn die Zentralbank das von ihr gedruckte Geld in einen Helikopter laden und über den Bürgern abwerfen würde – also direkt verteilen um den Konsum gezielter zu beeinflussen. Keine schlechte Idee finden wohl heute 99 Prozent der Griechen. Frei herumfliegendes griechisches Flucht-Geld hätten wir in Europa ja bald mehr als Flüchtlingsboote im Mittelmeer.

Das mit dem Helikopter-Geld hat was. Wir glücklichen Schweizer hatten die Idee zwar schon vorher. Bei unserer sozialen Vollversorgung kommen eben nicht nur die Helis vom Himmel. – Wenn dann bald mal jeder Hausabwart eine eigene Quadrocopter-Drohne besitzt zur Ueberwachung der Güseltrennung und der Asylanten, haben wirs dann endgültig unter Kontrolle.

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