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Bart oder Maske?

In letzter Zeit begegne ich ihnen täglich. Den alten Jammeris. Boomers. Ja, diese (meine) Generation boomt, der Pulk Abwärtsgehender um mich wird grösser. Und in näherem Kontakt mit der Grube bekommt alles so eine Finalität . Guat, vielleicht ist’s ja auch nur eine hypochondrische Wertung der Corona-Aktualität?

Der Alt-Regierungsrat, der (zwar mit Maske) im Theater Chur kaum mehr auf sein Ticket warten kann. Grummelt 5 Minuten und konnte es nicht mehr verbeissen: alles falsch. Aber schon alles in dieser Gesellschaft.

Dachte, nein, das ist nur ein etwas psychisch handicapierter alter Mann. So wie Du. Früher nannte ich ihn „the last emperor of Grischun“. Also eher so wie eine Figur aus dem alten (romanischen) Testament, den man eher fürchtete als mochte. Der hat jetzt einfach nicht mehr alle und alles, vor allem nicht mehr seinen gewohnten Lebenskomfort. Schade.

Er möchte doch, dass Komplexität reduziert wird. Wie viele mit ihm. Auch Präsidenten. Komplex ist schon das Virus, deshalb sollen wir es nicht auch noch sein.

Er möchte doch etwas mehr Ordnung. Ordnung ist das halbe Leben. Das halbe Leben ist wohl eher für die meisten Schweizer: Ordnung. Wir als dysfunktionale Perfektionisten schätzen das.

Heute wo alle Bünzlis, Bart tragen wie Hipsters…so Bankprokuristen und Hochbauzeichner…und sich als Querdenker fühlen, kann man sich auch vorstellen, dass keine Maske tragen dasselbe Gefühl erzeugt.

Naja, ist einfach modisch, kann man da sagen. Stimmt. Wie das Maskentragen.

Und jetzt sterben unsere Jahrgänge, und sogar unsere Nachfolger, die Kopisten der Boomers. Man sollte ihnen aber nicht dauernd dazwischen reden mit so Vorschriften. Weil viele Männer in meinem Alter ja an so einem Testoteron-Autismus erkranken, was mit einem langsamen Verschwinden der sozialen Intelligenz und einem zunehmenden Unvermögen, was zwischenmenschliche Kommunikation betrifft, einhergeht…da wird dann die Realität halt einfach älter und mürrischer. Guat, man könnte sich auch darauf einigen, dass man halt etwas tattrig-senil wird.

Fredy, alt Grossrat, umgekehrt ist so ein energetischer Maskenverweigerer, schreibt Leserbriefe, belehrt einem vom Velo herab. Wenn man ihn fragt wieso, sagt er bestimmt und akademisch: „ Weil es die Wissenschaft beweist…“ O-Ton: „Ich hab’ ja auch Psychologie studiert.“ Wie der jetzt mit dem grössten Aufgebot an Social-Media-Überfliegermodi sein Leben mit Karacho gegen eine Firewall fahren will, ist eigentlich beeindruckend…

Auch er sieht sich als Querdenker. Also alles umgekehrt: Leute, die etwas anders andenken waren doch früher Querdenker. Leute, die etwas anders andenken, nicht einfach etwas ein bisschen anders machen. Heute wo alle Bünzlis Bart tragen wie Hipsters…so Bankprokuristen und Hochbauzeichner…und sich als Querdenker fühlen, kann man sich auch vorstellen, dass keine Maske tragen dasselbe Gefühl erzeugt. Oder ist es einfach das erhoffe Image: ich will auch wirken, wie etwas neben den Schuhen?

 

Muss man die aktuell bizarre Überbietungsmechanik der Social Media bis zum Tode zelebrieren? Mir geht’s dann wie dem Hirsch zwischen Zernez und Brail der von den Scheinwerfern eines Autos erfasst wird und erstarrt. Erschaudert über soviel Blendnis.

 

Naja, Never complain. Never explain, sagte schon Mick Jagger. Und der lebt noch. Die Verlangsamung der Spielgeschwindigkeit hat schon seine Konsequenzen. Die eigene Bedeutunglosigkeit rüttelt schon an einem.

Ein ganz normaler ist Hampa. Er merkt vielleicht, dass mit zunehmendem Alter die Taille zwar zunimmt, der Horizont etwas abnimmt, und die Reichweite der Kontakte auch. Gut, mit dem E-Bike und täglichen FB-Posts über gefahrene Velokilometer kann man das kompensieren. Trainingseffekt wird da nicht viel sein. Von Chur nach Ragaz und zurück ist wohl mehr ein Feelgood-Fake.

„Ich fliege Jack…“ So eine Titanic-Feelgood-Semantik kommt gut an. Jack Günthard lässt grüssen und dazu alle Retro-posts auf Facebook – unserem Senioren-Medium. Fazit: Bevor sie uns in der Kirche heimorgeln und heimgeigen ist das Leben ein endloser Biketag bei wolkenlosem Himmel und wohltemperierten 24 Grad mit genauer Kilometerangabe. In der Idiotenschleife des Infotainments fötelen sie sich selber und stellen sich onanistisch vor.

Wird schon schön sein: Von der Kirchenbank hochblicken und im ganzen Wohlverdientheitsstatus unsere unglaubliche Lebens-Tatsachen-Verweigerungssicht zelebrieren. “Vergesst das Warten auf das Gebimmel im Himmel“, kann man da nur sagen.

Unsere minergiebeheizte, springmatrazierte, daunenbebettete, ledbelichtete, wifiverkabelte, 4Kbefernsehte, regenbeduschte, zuparkettierte, spotifybeschallte , gemütsverkühlte und gehirnüberhitzte Welt will auch einen angemessenen Abgangs-Tusch.

Man klatscht zwar nicht in der Kirche. Aber ein Daumenup und ein Tusch-Daadaaah auf Instagram wär’ schon angepasst. Zum Beispiel für einen jener Augenblicke, die man anhalten möchte, aus denen man nicht auftauchen will, in denen ein unmöglicher, geheimnisvoller Sinn des Daseins zu ruhen scheint.

Wie dann, als ich von Irina las. Sie ist eine „Freundin“ von Anton Herbert  meinem FB-Freund, Chef-Verbreiter von Angst durch Pandemie-Diktatur. Mit Aussagen wie: „Stimmt alles nicht, Trump hat Recht.“ Ja, frag’ ich mich dann: Wieso hat denn so ein verfettes, ehemals energisches Diktatoren-Doppel-Kinn so viel Erfolg? Und zwar immer noch. Diese Hasardeure und Allesglauber mit Maskenkomplex und blindem Drang nach Selbstbestimmung sind wohl die Symptome der gegenwärtigen politischen Idiotie, nicht aber die Ursache.

Wenn der selbsternannte Querdenker, Covidiot vom Rand der Gesellschaft ins Zentrum wechselt, wirds wohl brenzliger. Aber im Moment sind das ja nur 15 Prozent.– Bin ich froh, lebe ich in der Schweiz.

Wenn ich dann meinen kleinen Rentner-Mut zusammennehme, komme ich zum Schlusse mit Mozart/Sarastro: „Wer keine Maske trägt,….verdient es nicht ein Mensch zu sein.“ Wer sagt da nicht, Mozart hätte eine lebensbejahende Musik geschrieben. Aber merke: Sowohl ein brillanter Bildungshintergrund stellt also, so wenig wie Analphabetismus, ein Immunsystem gegen Verschwörungs-Begeisterung dar…Unsere Jahrgänge sind ja sowieso so was wie Untote. The walking dead mit viel systemrelevantem Funfaktor.

 

 

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das schnarch-kartell

 

GR ist ja bekannt für seine Kartellaffinität…baukartellmässig seien wir gut aufgestellt, meinen bösmeinende Zungen. Das ergibt aber ein völlig falsches , negatives Bild. Die meinen, wir seien etwa so eine Schmiergesellschaft, eine Unter-uns-Verteil-`Ndrangheta. Sind wir nicht. Das ist nur so ein Nebenaspekt, eine Möglichkeitsform unserer variablen Lebensarten, die vielleicht durch unsere subventionsverwöhnte Agrarseele etwas gepusht wurde. – Ja, und dann haben wir ja auch unsere Schnarchgerichte…also nich Maluns oder Capuns, eher unsere Justiz mit dem perfekt legaliserten Wegsehen.

Unser Referenzmilieus sind halt vielfältiger geworden. Wir müssen auf alle Rücksicht nehmen. Die Zweitwohnungsbesitzer mit den veganen SUVs und den klimaneutralen Skischuhen, die entschleunigten Zuger-Steuerflüchtlinge sind unser Influencer geworden. Am Wochenmarkt dann dazu die authentischen  Capuns-Rezepte für Dauerhektische. Ja, schliesslich kuratieren auch die Zürcher Kommunikationsagenturen unseren gelassenen Wesenskern: Mit Gian und Giachen.

Für mich ist GR das perkte Schnarch-Kartell; weil wir so weit weg sind, so abgeschieden sind, Räume, Täler und Höhen zum Liegen zur Verfügung haben, erlauben wir uns halt ab und zu mal einen Nap. Auch im grossen Rat; die sind immer etwas out of time. 74% der Parlamentarier gehören zu FDP, CVP oder SVP, dank Majorz.

Dieser Mainstream oder Lahmstream ist oft auch wirtschaftlich. Wir sind Netto-Empfänger im Finanzausgleich…Es ist ja nicht wichtig, ob wir nun auch was wellnessiges machen, wie die Südtiroler vor 15 Jahren…oder 15 Jahre später unsere Bike Kingdoms aufbauen. Das ist ja alles etwas überholt, wie die ewigen Tanzstunden bei Origen. Weil es nicht überholt worden ist. Wurde nicht überholt, weil man es doch schon immer so subventionierte, steht wohl im Krankenbericht. Sonst wäre es ja wie neu. Liegt uns im Blut. Muss man nicht generalüberholen. Unsere ewigrelaxte Steinbock-Siesta-Haltung macht doch Spass.

Die Regierung schaut ab und zu durch ihre durchsichtigen Finger, und denkt mit, beim leichten Dösen erreiche man so eine Blindheit, später auch noch mit Schwerhörigkeit gemixt, die ein doch gelungenes USP erzeuge.

Unsere Optimierung in Richtung Unerreichbarkeit sollte das Schnarchen sein. Das nennen die Touristiker dann ein USP. Da sind wir gut, geübt und fehlerfrei. Die endlose Überlegenheit erreichen wir doch durch diese eine Genialiät: wir verschlafen einfach ab und zu was. (wie zum Beispiel Proporzwahl-Systeme) Die Bündnerluft lässt eben Geniales meist beiseite. Auch den nachträglich etwas gestressten Bündner Strombaronen sei gesagt: Schnarchen ist stromsparend, ist doch nur ein leichtes Flakern im geschlossenen Stromkreis der hektischhypernden nichtmehrallesfressenden Elektrokonzerne.

 

Das wusste schon Kierkeegard: „Wenn alles still ist, geschieht am meisten.“ Das haben Sie bestimmt schon wandernd erlebt oder nach einem Sonnenpfüsli auf der Alp. Einschnarchen und die Welt ist wieder in Ordnung. Stark im Nichtstun, sind wir ja eh schon. Wir können eben ausschalten, wir können auf OFF. Die Regierung schaut ab und zu durch ihre durchsichtigen Finger, und denkt mit, beim leichten Dösen erreiche man so eine Blindheit, später auch noch mit Schwerhörigkeit gemixt, die ein doch gelungenes USP erzeuge. Der Schlüssel, der der Bürokratie vorausgeht, ist die Fähigkeit Langeweile auszuhalten. Wenn man gegen Langeweile immun ist, gibt es buchstäblich nichts, was man nicht erreichen kann.

Wenn im Gaumen und im Zäpfchen diese flatternde Schnarch-Bewegung entsteht, ist man noch lange nicht krank, schon gar nicht coronär. Im Gegenteil das ist ein Bünder Gen. Krank ist eher unser Gesellschaft, die muss sich nun bei uns erholen.

Der beschleunigte Befähigungsindividualismus unserer Tage ist geprägt durch einen Zwang zur Sichtbarkeit, und Sichtbarkeit heisst immer auch Vergleich… das brauchen wir nicht zum Glück. Guat, Gian vergleicht ab und zu vom Grat aus, von oben herab, was die Gäste so alles haben. Bevor Giachen gekonnt schnarchend posiert. Weil die zwei eben den Liegemodus nicht kennen. (Aber: wie gesagt, die Steinböcke sind von Zürchern erfunden… Zürich ist halt kein Platz mehr zum Durchschlafen, die Mietzinsen richten sich nicht nach dem Dösfaktor.)

Und das ist der Punkt. Wenn im Gaumen und im Zäpfchen diese flatternde Schnarch-Bewegung entsteht, ist man noch lange nicht krank, schon gar nicht coronär. Im Gegenteil das ist ein Bünder Gen. Krank ist eher unser Gesellschaft, die muss sich nun bei uns erholen.

 

Schnarchen bis die Berge zittern. So wie man immer schon wusste, schläft die Bündner Wirtschaft gerne. Dieses Lebensgefühl, diese Schnarchbünde sollten wir zu Bündeln schnüren – dieses Graubündeln liegt uns ja eh. Da brauchen wir auch keine frische Luft ….schnarchen kann man besser in Gebrauchtluft. Schnarchen gefährde zwar die Gesundheit des Partners und die Stabilität der Beziehung, sagt die Wissenschaft…

Aber wenn alle schnarchen wollen, wird das zur gemeinsamen Erlösung, sogar zum Alleinstellungsargument. Wir brauchen dazu nicht diese kalorienarmen Geistesblitze. Diese heroische Nichtleistungs-Utopie, die wir subkutant ja schon immer beherrschten, würde weltweit ungebrochene Bewunderung hervorrufen…Mal wörtlich eine dieser passiv-aggressiven Marketing-Geniestreiche!

Stellen Sie sich vor, die Bergbähnler müssten nicht mehr an neue Bahnprojekte, im Verdrängungsmarkt sinnlose endlose Ausbau-Projektionen denken, sondern einfach das Schnarchen propagieren. „ Have a Snore, be yourself.“ Savognin zum Beispiel als Insel des Schnarch-Friedens, mit jener Distanz und Abgeschiedenheit, die es erlaubt sich als Gegenentwurf zur durchgedrehten Wirklichkeit der Touristik-Manager zu projezieren. In jedem Winkel dieser narkoleptischen Landschaft. Die Aroser Senioren-Bären machen das mit ihrem Winterschlaf ja schon vor. Schnarch.

 

Die Abgeschiedenheit, die Abgeschlossenheit, die Ferne, der Sehnsuchtsort schlechthin. Zwei Wochen Ferien ohne Humbtäterä auf der Bergrestaurant-Terasse. Ein Konsum-Bachanal, ein Influencer-Hotspot zur Nachahmung. Das Soll- und Haben einer seelischen Buchführung nach einem guten „Snore“ (so sagen die TikToker dann) ist unermesslich. Und einen grossen Vorteil hätten wir: (vor allem die Touristiker) wir haben immer gut geschlafen. Da gibts nichts Neues zu lernen, kein mindset zur Veränderung…Auf die beliebtschläfrige Weise konzentriert, der Welt enthoben, könnten wir den Tourismus sanieren.

So wie die Amerikaner mit Trump eine Handgranate ins Weisse Haus wählten, wählen die Bündnerinnen Schlaftabletten. Und das funktioniert ausgezeichnet.

 

Overtourismus, die krasse Horrorshow des spätkapitalistischen Tourismus, müssten wir ja auch nicht unbedingt mitmachen. Und wer die Entschleunigung in der jetzigen Provid-Zeit miterlebt, kommt ja sogar auf die Möglichkeits-Idee unser Kantonsleben sei doch gut kalibriert. Wir haben doch auch so ein, nennen wir es so, Bürokratie-Charisma, das hilft abzubremsen. Die Spitze steht auf dem Fundament-bildenden Wort „patschifig“– schnarchend ins gemeinsame Glück. Touristisch verwortet und verlebnist, heissst das dann zum Beispiel so: „Mit den Sennen pennen“ – die neue Nachhaltigkeit.

Erst in unserem Schnarchkonzert fühlen wir uns ganz wohl. Schnarchen macht frei, liebe SVP, und ist lauter als die Windräder, die ihr nicht wollt, lauter als alle Teslas, fast so laut wie die Erdölindustrie, die ihr so verehrt. (man sagt, schnarchen kannn man mit 20 bis 90 Dezibel…)

Congrats liebe BlochersundCo., Ihr trägt ja viel zum schnarchen bei, Begrenzungen wollt ihr, genau das ist doch richtig. So behämmert, belämmert laut. Wie die Begrenzungsinitiative, die animiert uns auch zu mehr schnarchen. Unter uns bleiben, keine neuen Gäste wollen wir doch….Nicht immer mit allen zusammen, mal auch allein schnarchen, das weiss jeder, der mal in einer SAC-Hütte nicht mitschnarchen konnte.

Ein Geschäftssystem mit dem absoluten Anspruch der Snore-Tauglichkeit würde natürlich auch die schamlose Zurschaustellung von Reichtum, mindestens die sozialen Spannungen mildern. Man hat ja keine Zeit mehr für Bling-Bling. Als Gegengesellschaft. Ausser den Kindern wächst nichts mehr, auch nicht die methanfurzenden, überbekuhten Ställe wären nicht mehr alle nötig. Nur die Kälber dürften länger leben…Gut, Milch ist ja ein probates Mittel zum einschlafen–eineneue Perspektive für eine Marktverschiebung?

Dem Traum eines friedlichen, auf gegenseitiger Ein-Schnarch-Hilfe beruhenden touristischen Zusammenlebens sind somit keine Grenzen gesetzt. Wir könnten das doch mit unserem zwölfenderhaften Urvertrauen umsetzen: Schnarchifiziert, back to the roots, make Snoring great again. Oder so.

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e-nthusiasmus

Hot summer, ab und zu ein wenig bewölkt. Aber wer will schon abschliessend über alles (auch das Wetter) urteilen? Zum Beispiel den ökologischen Fussabdruck. Jeder sieht das anders.

Ich gebe zu, bin etwas stolz. Wir haben seit März einen kleinen Tesla, Model 3 Dual Motor. Nur logisch, wir fliegen nicht mehr (haben früher viel zu viel…), wir wohnen in einem Minergiehaus (na ja, gehören wohl zur Kategorie der etwas geblessteren-gesegneteren…), essen weniger Fleisch (gut als Metzgerssohn..). Ist das jetzt diese etwas überhebliche Klima-Gerechtigkeits-Attitüde, mein Talent fürs Donnern, das so inflammatorische Satzreihen bilden lässt?

Viele sagen nichts. Ein Freund meint svp-didaktisch: „ Ich würde auf jeden Fall einen E-Europäer kaufen.“ Wenn’s dann bei ihm endlich so weit. Aber so weit sind wir noch nicht. Bei vielen löst das schnell mal akustisches Abwehr-Wetterleuchten um den Mundhof aus. Es blitzt und kracht innerlich.

Vor allem bei denen die den Töff noch fahren, aber nicht riechen (das sind dieselben, die mit mir noch ahnungslos die Diskussion über Kreuzfahrten führten: „No problem, auf unserem Schiff haben sie so Filter.“) – Ja, diese selbstgerechten Rohöl-Verbraucher, die am liebsten auch Diesel im Cüpli-Glas inhalieren. Klimaschutz ist was für Kinder, haha. Meinen die altersblöd. Im Weichbild der Schweizer Gegenwart sind diese Positionen ja kaum erwachsen.

Nein, ich hab’ noch keine lebenslängliche Bratwurstphobie, stinke noch nicht permanent nach Soja-Milch, habe noch nicht viel seelisches Gepäck wegen akutem Greta-Modus, fahre seit 5 Jahren E-Bike ohne Trainingsverluste.

Mikroaggressionen, Mikroentwertungen begegne ich täglich Internet. Die soziale Infantilisierung beginnt damit, dass man nicht mehr merkt, dass die Posts über gefährliche E-Car Batterien und Autofahren mit Kohlestrom von der Erdöl-Lobby über Russia Today, Telegram oder Sputnik oder auch Saudi- oder US-Fraking- Budgets bezahlt werden. Die Prätention mit der diese Manipulationen  von  Ahnungslos-Seichten noch verteidigt wird, braucht dann schon etwas Hirn-Verrenkung.

Die Mercedes-Corona vom Golfclub meint auf jeden Fall sei die Zeit noch nicht reif. Sie ahnen zwar schon, dass es Daimler oder VW vor zwei bis drei Jahren vielleicht wie Napoleon ging, der auch bald mal nicht mehr wusste, wieso er überhaupt in Russland einmarschiert war. Deutsche Autohersteller haben ja damals noch PR-Lobbying gegen das Elektroauto hoch und teuer bezahlt.

Ist aber nicht mehr so. Jetzt wollen sie in Deutschland Startprämien für E-Cars. Für VW und BMW-E’s. Jetzt müssen ihre E-Merz auf den Markt. Sonst wird der Gürtel der etwas geweiteten Feinschmeckertaille bald zu eng.

Morphium betäubt den Schmerz, Alkohol die Angst. Beide bieten sich als schnelle Lösungen unangenehmer Spannungen an. Ja, und Erdöl vermag offenbar immer noch als Tranquilizer zu besänftigen.

“Zur Freiheit gehört das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.“

Gut, man kann andererseits auch mit einer überheblichen Moralattitüde und Klimahyperkorrektheit auffallen. Mit Teslafahren ist überhaupt noch nichts geritzt. Man kann auch Zug fahren. Auch Freud schrieb mal an Jung: „Wer bei abnormen Benehmen unaufhörlich schreit, er sei normal, erweckt den Verdacht, dass ihm die Krankheitseinsicht fehlt.“

Gut, es käme darauf an, das fossilie Untergangs-Geschrei der Erdöler in heiterer Gelassenheit als das zu sehen, was es ist: künftig irrelevant, ohne Bedeutung. Die Fossilen brauchen nur  etwas lange Zeit bis sie zu Fossilien werden. Mentale Fossilien.

So ändern sich die Zeiten? Anzunehmen, dass vieles bleibt, wie es mir seit den 70ern missfallen hat. Der Benzinpreis müsste 4 mal höher sein, die Flugticketabgabe etwa 8 mal. Das C02 Gesetz wird derzeit ordentlich runtergeknüttelt, bewirkt aber noch viel zu wenig.

Für demokratischen Ausgleich ist gesorgt. Schliesslich gehört nach Orwell zur Freiheit auch dies: “…gehört das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.“

 

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g-schtapi

 

Fast hätte ich dies auf den Estrich meiner Erinnerungen geboxt. Die Stadt Chur und ihr Stapi. Ich glaube es ist Zeit, meine  Geschichte doch noch zu erzählen.

Die Stadt Chur schrieb vor mehr als zwei Jahren einen Wettbewerb aus für das Haus Arcas, das als Stadtbibliothek gedient hatte. 42 Eingaben wurden juriert, von Organisationen und Institutionen. Viele Gratis-Arbeitsstunden investiert. Jeder Laie kann abschätzen, dass ein Altstadt-Gebäude dieser Grösse und dieses Alters unter Denkmalschutz, mit baufälligem Dach, veralteten Behinderteneinrichtungen schon etwas Bau-Aufwand verursachen kann. 2.8 Mio. Aber das stellte die Stadt Chur erst ein halbes Jahr später fest. Die Wettbewerbsteilnehmer mussten zwar davon ausgehen, das dies im voraus geklärt war…Ja, in der Stadt Chur läuft vieles so: Zuerst die Operation und dann die Narkose…

Der Stapi. Er ist ja kein Schlimmer, darum ist es so schlimm. Er tummelt sich gerne im Hochpreissegment der Wünsche, gackert halt immer, bevor er Eier legt (meinte ein Churer Politiker): alles so m-arti-ficial. So ein Wohlfühlschausteller und Wirtschaftsförderungs-Bauchladenbetreiber. Das Bild das er sich von sich selbst macht, ist mindestens so hehr-bossig-pseudo-managig wie er sich fortschrittlich vorkommt. Gut, die meisten merken’s nicht.

Er gackert immer bevor er Eier legt. Und er merkt nicht, dass er eigentlich die Sollbruchstelle ist.

Nach der katastrophal entwickelten ersten Churer Sportvorlage für die Obere Au hat er gelernt. Er hat noch mehr teuer bezahlte Gutachter und Berater engagiert. Und wir haben daraus gelernt, wieviel schlecht getarnte Führungs-Ungeheuerlichkeiten voller Ausflüchte möglich sein können.

 

Zurück zu besagtem Wettbewerb: Die drei Siegerprojekte wurden mit viel Brimborium vorgestellt. Das Forum Architektur, das Kindertheater Zapperlot und das „Haus der Chöre“.

Unser Projekt „Haus der Chöre“ basiert auf sehr vielen Team-Arbeitstunden von profilierten Persönlichkeiten aus dem Kulturbereich. Zusammen mit erfahrenen Projektmanagern und Betriebswirten wurde gratis ein machbares Projekt für Chur erarbeitet. Mit Businessplan, Entwicklungsplan und sogar Wertschöpfungstudie – mit Anlässen, die bis zu 2 Mio. Umsatz in der Stadt Chur generieren könnten. Schweizer Chorwettbewerb, Europa Cantat, Chorparade. Es geht ja um mehr als nur Musik. Es geht um eine für Chur einträgliche Vision: die „Singstadt Chur“.

Die singende Stadt kann für die 20 Chöre in Chur und darüber hinaus prägend sein – ein vielzitierter Leuchtturm eben. Mit beachtlichen Möglichkeiten zur touristischen Belebung sowie mit Wertschöpfungspotenzialen für die Churer Altstadt.

Zuerst getrauten wir uns auch kaum, was gegen die Stadt zu nölen (es könnte ja auf uns zurückfallen, der Backfire-Effekt ist auch in Chur bekannt: wenn klare Fakten das Projektbild des Stapis in Frage stellen, ist es sogar kontraproduktiv sie zu erwähnen.) Wie gesagt, er ist ja kein Schlimmer. Schlimm ist nur was dann angerichtet wurde: in jeder Besprechung ein Experte MEHR,  externe und Baufachleute…Kurz Bürokraten-Taten. Man konnte es mal zu mal förmlich hören, gesungen vielleicht von einem Kastraten: S-I-N-G-S-T-A-D-T Chur…etwas kata-stratig.

Im Sommer 2018 erfuhren wir dann von unseren Projektkonkurrenten „Forum Arcas“, dass der Stapi ihnen das Haus bereits versprochen hätte. Nun gut, als wir uns per fon informieren wollten, was da los sei, erfuhren wir vom Stapi zuerst (wörtlich) „ dass unser Projekt eher als Show gehandelt werde, wir seien Träumer…und glaubten wohl an die sich selbsterfüllende Prophezeihung….“. Gut, kann man als Stapisprech abtun, er gilt auch nicht unbedingt als Kompetenzgranate…rennt halt eher in einem andauernden Repräsentationsmodus.

Wir wurden eineinhalb Jahre lang mit dossierlockeren Beamten-Moves abgespiesen. Irgendwie fühlten wir uns unterlegen wie die unterste Gurke im Einmachglas…

Voraus-Höhepunkt war ein pseudoakademischer Workshop an der HTW (Kosten mindestens 10’000 Fr.) Den mussten wir auch noch überstehen …wir nennen das AA (Arschabdeckungs-Massnahmen), absichern, durch politisches Projektentwicklungs-Unvermögen und falsche Marketingblendung manipulierte Realität. Alles dafür mit Partizipationsfolklore (auch Leute mussten mitmachen, die schon zig Konzepte entwickelt haben…) aufgemuntert an die Churer-Produktion von touristischen Weltwichtigkeitsgefühlen zu denken…

 

„Wir nennen das AA (Arschabdeckungs-Massnahmen), absichern, durch Beratungsstudien und workshops…“

Die Fortsetzung der Soap dann im Gemeinderat: der musst erst mal 2.8 Mio für den Umbau des „Haus Arcas“ genehmigen, was er getreulich tat. Schliesslich hörten die munkeln, dass dies mal ein doch erfolgsversprechendes Projekt mit guten Wertschöpfungsaussichten für die Altstadt sein könnte (das was zwar nie so genau kommuniziert wurde). Der Schweizerische Chorwettbewerb war ja inzwischen in Chur als Anlass gebucht, Europa Cantate kam dazu; Anlässe bei denen sich jeder Tourismusmanager die Finger schleckt. Dazu wurde von uns das Konzept „Chur-Sing-Stadt“ ausgearbeitet.

 

Dann hat seine Strategie vielleicht einfach einen Fluchtweg gefunden…an der nächsten Sitzung wurde uns eröffnet, dass das Haus eh nur 50 Personen aufs mal einlassen könne (Brandschutz, ist verständlich, nur wieso erst jetzt?). Diese Horizonterweiterung im Herbst 18 ist wohl eher auf akute Horizonterweiterungs-Allergie mit Terminchaotis seitens des Stapis zurückzuführen.

Gut, eines muss man ihm lassen: er kann den Bierschaum des politischen Stammtisches recht gut vorausassoziieren und runterregeln auf den verträglichsten Stimmungsgrad und führt uns doch immer wieder vor, wie man Stadtmanager und Durchsetzer spielen könnte…Wenn man genauer hinschaut, merkt man schnell: eigentlich ist er nur ein Einmann-Choral.

 

Alles im Grünen. Dann aber noch eins drauf. Uns wurde dann noch plötzlich mitgeteilt, das Haus der Chöre müsste auch im obersten Stock den anderen Sieger, das Kindertheater „Zapperlot“ beherbergen…Gutso, nur wurde es plötzlich sehr eng  für die rund 15 Chöre, die da mitmachen wollten, und für die auch nur noch zwei grössere Räume zur Verfügung standen….Martinismus ist offenbar die krankhafte Unfähigkeit mit seinen Bürgern Projektentscheide fakten- und menschenverträglich zu entwickeln.

 

Die Stadt Chur hat das nicht interessiert. Inzwischen wurde eine Konzeptstrategie ausgearbeitet für die Eventbetreuung der Stadt Chur. Jährlich 400’000 Fr. Personalkosten. Das nenn’ ich kognitive Dissonanz: man rationalisiert, indem man behauptet, die Trauben an die wir nicht heranreichen, seien sowieso sauer…

 

Anschliessend fand auf unseren eingehenden Wunsch eine Projekt-Eröffnungs- und Koordinationsbesprechung statt…wo wir darauf hinwiesen, dass wir künftig auf Augenhöhe im Projekt involviert sein möchten, frühzeitig erfahren möchten, wie die Stadt denkt und vor allem auch Aktennotizen über den Projektfortschritt wünschten.

 

Wieder ein halbes Jahr danach die Erkenntnis: WIR WURDEN REGELRECHT NIEDERGEGART. (Sagt man in der Fleischkunde) Hat sich da das alte Schlachthaus auf dem Arcas eventuell reinkarniert? Obwohl wir zwischenzeitlich nur auf den blinden Fleck der städtischen Projektentwicklung hinweisen wollten, wurden wir kaltgestellt; dies geschah dann allerdings ohne allzugrosse Reflexionsdämmerung seitens der Stadt Chur.

 

Nur nebenbei: Klucker ist Chorkultur – vom Besten. Und dies in der ganzen Schweiz und darüberhinaus. Der Chorleiter verschiedener Chöre, auch der Europameister „Incantanti“ hat eine riesige Ausstrahlung, im Marketing unbezahlbar. Das hat aber die Projektleitung um Marti nicht interessiert; wichtiger sind Abläufe und Umbauten.

 

Der Ursprung des Worts „choros“ liegt im Wort „chorar“, weinen…
Vielleicht ist das auch zum Weinen.

 

Es mag ja oft gelingen, die Stimmbürger über den Tisch zu ziehen…Ich frage mich nur: macht der das immer so?

Wie gesagt er ist kein schlimmer. Er kann angstfrei durch die Churer Altstadt trotten, weil mindestens 50 Prozent nichts gegen ihn haben. Weil viele sich so den idealen Mann für die Stadtdemokratie vorstellen. Seine Mittelmässigkeit macht ihm beim Wähler zum Sympathisanten….heruntergeregelt auf den verträglichsten Stimmungsgrad kann er seine Kompetenz-Vortäuschungs-Kompetenz gut verkaufen.

Guat, ich möchte ja kein Opfer sein…nach einer fundierten gruppendynamischen Analyse dieser Behördenkonstellation habe ich mich entschieden, dass der Stapi  die Wertschöpfungskompetenz von Chur ab sofort ohne mich steigern darf…moinz und tschüss. SchADE.

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wutmanagement

 

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In Meetings bin ich oft der Störi und Frager-Rüpel. Wer mich überhaupt einladet, erklärt meist zu Beginn, dass er mal „einen advocatus diaboli“ miteingeladen hätte. Und dann, ja, man will ja nicht immer verlieren, dann mach’ ich manchmal auf freundlich, aber nur selten.

Guat, ich hab’ ja eh eine angeborene Art sofort und direkt auf was loszusteuern. Doch denk’ ich mir oft: „wenn ich jetzt statt zu lächeln zu knurren anfinge? Dann erwärme ich mich am Gedanken, am Protest, meine Stimme fängt Feuer und flammt auf.

Deshalb bevorzugen sie so eine Gebrauchtluft-Atmosphäre, mit Ungefährem, Halb-Batzigem,..

Bei Schweizern ist das schon ein Alarmzeichen, sie haben so eine vordergründigabsichtsloses- und auf-lauwarm-trainiertes Nicht-Stör-Narrativ in sich. Sie wollen oft glauben, dass wir am Tisch dann glauben wollen, sie seien objektiv – und schauen dann lieber durch ihre Finger. Schliesslich lernen sie das bei den Schweizer-Vorbildern, den Bankern. Die wissen, dass man sich im Grunde genommen ein ganzes Volk mieten kann. Und als Zulieferwerk für alle möglichen luschen Umgehungsgeschäfte sind wir ja Master of the Universe.

Hat sich bewährt. Wir können uns nicht beklagen, wir haben fast alternativlos eine der besten Demokratien der Welt und eine Versorgung mit irdischen Gütern, die fast biblisch ist. Aber bei der Bibel stimmt ja auch nicht alles was man so liest.

Da denk ich mir dann: „ Soviel arschkriechen, die haben sich bloss gärn, weil sie Geld gärn haben – oder auch irgendwie geliebt werden möchten.“ Aber das könnten sie sich ja mit dem BMW, der Rolex oder mit der zweiten Ehefrau kaufen. Sie bevorzugen lieber so eine Gebrauchtluft-Atmosphäre, mit Ungefährem, Halbbatzigem, vor allem weils ja weniger emotionale Arbeit bedeutet. Man soll nicht immer drüber reden.

Und wenn dann an so einem Meeting jemand offensichtlich gefickt wird, und er merkts nicht, weil er immer so harmlosigkeitstrainiert vor sich hindöddelt, kommt dann mein innerer Deutscher raus. – Ich weiss nicht wieso, kürzlich sagte ein deutsche Regisseurin, in der Schweiz domestiziert gesegnet mit germanischer Analysekraft: „Im Kern musst du ein Deutscher sein, ich kenne nicht viele Schweizer, die so gradlining drauflosdreschen…“

Obwohl trainierter Stoiker, kann ich mich dann nicht entspannen. Weil die Welt verändert werden soll…bei soviel Ökologie-Desaster, soviel Ungleichheit. Die Welt entspricht noch nicht den Idealen einer gerechten Gesellschaft. Also Motzen, konstantes Lernen und konstante Wachsamkeit.

Undja, “ es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft angepasst zu sein“, sagte Jiduu Krishnamurti. Und eben (das wissen ja auch nicht soviele): die Bezeichnung „sonniges Gemüt“ war eine der häufigsten Floskeln bei Todesanzeigen von SS-Leuten.

Nimm doch dein Benzin, dein Diesel und füll’s Dir in den Arsch. Wir wollen auch in 50 Jahren noch atmen, nicht nur an Eurer Gebrauchtluft, Eurer Gebraucht-Ideologie saugen..

Also suny-boy-mässig drauflos (hab‘ jetzt aber gar nicht an deutsche Geschichte gedacht) , denke ich mir da, wenn ich wieder einen höre (ja, es sind meist Männer), der uns einredet, ja raten sie schon?, der uns einredet, wir hätten schon vorher gedacht wie er, der nie denkt. Nein, nicht nur der US-Präsi. Auch der sonnige Röschti, harmlos schweizerisch, aber als Präsident der Swiss-Oil immer wieder seiner Scholle – dem Franken –verpflichtet.

Auch er will nur sein Volk mieten, wenn er die 18 Milliarden fossilen ausländischen Brennstoffe, an denen sich die Schweizer erwärmen, zu verkaufen hilft. Und ist untröstlich,  weil die Russen, Saudis und Nordamerikaner weniger Öl verkaufen könnten. Er heult dann von Bergen und Heimat bis die Gletscher nicht mehr können und zu schwitzen und auch wieder zu heulen anfangen…

„Nimm doch dein Röhöl, dein Benzin, dein Kerosin, dein Diesel und füll’s Dir in den Arsch. Unsere Enkel wollen auch in 50 Jahren noch atmen, nicht nur an Eurer Gebrauchtluft, Eurer Gebraucht-Ideologie saugen. “

Wir beugen uns aber in Ehrfurcht vor Eurer arschglatten Politik, Eurer Genialität uns auch faktenmässig zu bescheissen und die Jugend zu defamieren…. Eurer Tendenz  auch beim Tanken den rechten Arm genital-senkrecht zu heben. Enden wirds in  einer After-Hour Party für die Welt: buchstäblich von hinten werden wir genommen…und ehe der Hahn kräht bist du ein asthmatisches Grill-Poulet. Die Welt erwärmt sich ja gratis.

So, dass bin ich nun los

…mein nucleus accumbens wandelt Dopamin um in gehirneigenes Opioid. Gratis. Und wohltuend, liebe Schweizer…

Soviel hässliches Noradrenalin gönn’ ich mir dann. Und wenn ich das alles ausgekotzt habe, kommt das süsse Serotonin und das Dopamin, Botenstoffe für das Gute. Ein angenehmes Gefühl. Mein Meeting-Biorhytmus gibt mir  recht. Im Gegensatz zur einen Hälfte der Amerikaner brauch ich da kein Apotheker-Opioid, mein nucleus accumbens wandelt Dopamin um in gehirneigenes Opioid. Gratis. Und wohltuend, liebe Schweizer.

Wut kann auch zu Gestalten führen, nicht nur zum Zerstören – aber das hat man in der „Achse der Idioten“ im Umfeld der Corona-Krise, der WutWisser und BesserBürger wohl falsch verstanden.

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fein- das bündnersein

Gut, ich hab’ immer noch Muskelkater von meiner Tourismus-Karriere. – Fazit: Wir Bündner trotten doch so vor uns hin wie ein Trainpferd, das weiss, dass der Trainsoldat schon weiss wohin, und dass der Hafer ja bereit steht und regelmässig vom Bund bezahlt wird. Wir sind halt geübt in der heiteren Gleichgültigkeit des Fortschreitens und Vergehens. Segantini hat uns das vorgemalt.

Es gibt so unheilbare Gemütskrankheiten wie das Bündnersein. Das ist ein eigener Topos. Da pocht einem einerseits diese kollektive Erzählung, der eingeimpfte Stolz in der Brust und anderseits dieses brandige Gefühl von Wir-Merken-halt-Nicht-Immer-alles.

So auch anfangs Dezember: die PUK des Bündner Parlaments hat festgestellt, dass der regionale Polizeikommandant beim Fall Quadroni einfach ein Wurschtli war, der mitgemacht hat. (und seine Einsatztruppe wie im Krimi mobilisierte). Und der kantonale Polizeikommandant hat dann auch nichts gemacht. –Aber erst eine emotionale Dok von SRF über den Whistle-Blower  mit Informationen, die man grösstenteils schon über ein Jahr wusste, hat dann was bewegt: „ Wenn ich das gewusst hätte…“ Auch Regierungsrat Parolini, der das immer wusste, hat vor einem Jahr so knirschend entschuldigend reagiert. Jeder hat eben seinen eigenen Gral.

…man gestaltet das Sein nach seinen Vorteilen, oder Vorurteilen.

Moderne Steinböcke sind Seinsböcke. Man gestaltet das Sein nach Seinen Vorteilen oder Vorurteilen. So Bündner-Bauunternehmermässig oder Regionalrichtermässig…Dazu haben wir diese überlebensfähige Illusion der Unverwundbarkeit, wahrscheinlich bei der Jagd emotionalisiert. Die anderen stecken wir einfach in die Psychiatrie. Und ja, die Behörden neigen dann dazu bei obselbigem durch beigängerisches Betragen auch den Rest des Volkes etwas zu manipulieren. Das Schulbeispiel ist die jahrzehntelange Bergbahn-Berichterstattung: „ Wir hatten wieder ein wunderbares Jahr. Nur letztes nicht.“

 

Unsere Methode der Weltaneignung ist simpel. Bringt der was? Kann man ihn ausweiden, zuerst noch abschiessen? Die realen Bewusstseinsströme werden von der täglichen SO-Information gelenkt. Dazu gibts Wanderwegtafeln, Hirschgeweihe, Bautafeln und Calanda-Bräu Billboards. Die ergeben dann unsere Konsenswolke. Das Wunder der Nebensächlichkeiten im Prozess der Verpöbelung ist gemeinsamkeitsfördernd, wenn auch manchmal begleitet von gedämpften Korruptionserscheinungen. Stärkt das soziale Bonding wie die gemeinsamen Sorgen um die Tageskarten-Preise oder die Hirschabschuss-Quote.

Wir pflegen doch diesen Steinbock-Pseudovitalismus, diese gepuderte Naivität mit dem unser Bergblick zu „Positivem“ angereichert wird. Gemessen an der Bedeutung der Dinge werden wir tagtäglich von einer Heimat-Presse weitgehend unverhältnismässig mit Kleinlichkeiten beschäftigt. Die hecheln dann auf den Fussspuren des Populären irgendwelchen lokalen Vorturnern nach. Die wiederum sind immer bemüht etwas für’s Schaufenster der Öffentlichkeit zu tun, während hinten im Laden die entscheidenden Transaktionen laufen…diese wiederum werden gerne durch diskreditieren, einschüchtern oder etwas Druck unter dem Deckel gehalten.

Unsere Methode der Weltaneignung ist simpel. Bringt der was? Kann man ihn ausweiden, zuerst noch abschiessen?

Dieses neumodische FOMO-Gefühl, fear of missing out, haben wir ja gottseidank nicht, wir haben selten das Gefühl etwas zu verpassen. Meist haben wir immer nur ein Fenster geöffnet auf dem Hirn-Computer. Genügt. Unsere Anhedonie –also die vordergründige Unfähigkeit für Freude– können wir ausleben – oder als Beizer und 3 Stern-Hotelier auch zelebrieren mit einer „tschera“– a Grind macha.

Und wenn dann immer mehr die Zwischensaison gähnt, und zwar mit offenem Mund, gähnt auch das Denken. Wir sind meist nicht die Typen, die sich fürs Spazierengehen wie Robert Walser („über das langsame Verstehen beim Spazierengehen“) eignen. Eher fürs Biken und Hiken. Aber selbst da, gäbe es da mitunter in unserer wunderschönen Landschaft auch Wege durch die Höhen und Farben hindurchzusehen oder zwischen den Zeilen der Wegbeschreibungen zu lesen. – Machen wir seltener.

Eigentlich haben wir dieses Hygge-Gefühl, also diese dänische Wohligkeit und das Lagom-Verhalten, diese schwedische Mässigung schon längst vorher erfunden und verinnerlicht. Nur waren wir zu faul um das auch noch zu vermarkten.

Dieses neumodische FOMO-Gefühl, fear of missing out, haben wir ja gottseidank nicht…

Nehmen Sie jetzt meine pejorativen Zuschreibungen nicht ganz so ernst. Wir sind in vielem auch extra-ordinär. Zum Beispiel im Immobilien-Porn. Ausserordentlich erfolgreich und ordinär. Das kommt wahrscheinlich davon, dass unsere Vorfahren alle Wilderer waren, die lebten nach dem Motto, dass Wildereien solange Rechtens seien, wie sie selber darüber wachen, dass sie keine Nachahmer finden.

Darum werden wir ab und zu von der WEKO besucht, und nun untersucht auch noch eine PUK, ein Extra-Auschuss, die Preisabsprachen bei Bauprojekt-Offerten.– Wir haben auch den Effort-Justification-Effekt dazu erfunden, die selbstgestrickte Begründung für einen erhöhten Aufwand: international der Ikea-Effekt. (Weil wir die Möbel selbst fluchend zusammen gebastelt haben, sind sie uns mehr wert.)

Eigentlich interessiert uns nur das Nacheinander von  Schneesportzeit, Januarloch, Higa, Bikezeit, Jagdzeit und Pilzzeit…So etwas Geordnetes muss sein im Zentrum unseres Gefühls-Kosmos.

Dazu müssen wir mit dieser Landflucht leben, diesem potenzialarmen Tsunami, der so überraschend über uns her kommt. Niemand sah das kommen. Die Ahnen hatten eben keine Ahnung. Deshalb haben wir seit rund 50 Jahren auch Entwicklungskonzepte für alle Regionen in allen möglichen Extensionen. Das gilt bei uns für jede noch so biraweiche Regionalförderungs-Politik. Die selbst geernteten Früchte schmecken einfach am besten. Eben dazu haben wir die staatliche Regionalprodukte-Vermarktung überdimensioniert aufgepumpt. Das alles nach dem doch religiösen Prinzip einiger Biker: „Ich will keine andere Marke als Scott.“

Wir wissen, dass wir nicht nicht leben können, als hätten wir drei Erden im Kofferraum. Deshalb haben wir einige hundert hausgemachte Konfis, viele Vermarktungsorganisationen, viel Käse und alle möglichen Würste. Ein Krachermoment in unsere Kantonsvermarktung. Und dann kommt so eine Quadroni-Sendung und macht uns zu uu-bösen.

„Regression zur Mitte“, wer hat’s erfunden? GR. Wenn etwas nicht mehr viel schlimmer werden kann, warte es ab, dann kann es nur noch besser werden.

Das alles kann man natürlich auch etwas farbenfroher formulieren. Aber wir sind sowieso zuvorderst in der Gemütlichkeitsrangliste. Wie Sie lesen, bin auch ich das lebende Gegenteil eines Motivationsspruchs. Ein Meme. Ein animiertes GIF gegen diese Beglückungsideen.

Dazu passt das Abendgebet unter uns Senioren: Oben klar und unten dicht, lieber Gott, mehr will ich nicht. Unser Himmel ist doch oft klar, und die Informanten dicht, mehr will ich nicht. – Jetzt steckt nur noch ein verlegenes Lächeln in meiner Luftröhre.

 

 

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wohin guggt der Bock?

Sie können mich jetzt als Theoriehäuptling bezeichnen, aber diese Frage muss geklärt werden… Wohin schaut der Bünder Steinbock oder der Churer Steinbock auf dem Wappen? Immer nach LINKS. Das haben die Nationalrats-Wähler dieses Jahr auch noch untermauert…

Der Calanda Bräu Steinbock schaut aber nach RECHTS und aufwärts. (Kopf nach hinten) Gehört sich auch, dass ein globalisierter Konzern auf Rechts macht. Neoliberal oder so. Irgendwie.

Ist das jetzt etwas etwas zuviel an formaler Betrachtung unseres Wappentiers?

Auch die modernen Visualgestalter der Heineken Bräu haben dies bei der Überarbeitung des Calanda-Logos wahrscheinlich bemerkt: „wir brauchen eine dynamischere Variante !“(die haben jetzt natürlich nicht an Sehr-Alt-Nationalrat Campell gedacht). Guat, wir lesen ja auch von links nach rechts. Da soll der Bock halt nach rechts gucken, das ist doch ein geerdetes Narrativ in Graubünden, in Zeit, Ort, Schichtzugehörigkeit und poltitischer Absicht.
Geradeausschauen haben wir etwas verlernt. Gut, ist in diesem Falle auch grafisch etwas schwierig.

Wir geben wir ja auch gerne Geld aus, für Steinböcke, für TV-Spots. Um Zürchern zu zeigen, dass sie schon immer an den richtigen Ferienort gehen. Aktuell sogar promoten wir gerne, dass wir vor allam läband und denn no schaffand, vielleicht auch nicht so gerne schaffand.– „Tengg an dini Laiv-Bälänts.“–„Mampfa vor am Krampfa.“. Das sind dann willkommene Zusatz-Effekte durch Crossover-Argumente. Höchst modern.

Den Koran lesen die wenigen calandatrinkenden Asylanten aus dem nahen Osten ja von rechts nach links.

Gesichter sind in der westlichen Portraitkunst häufiger nach links gewandt, noch häufiger auch bei Männer-Portraits, weil der Mann als „vorausschauend“ gilt (oder schreibt man galt?) Nebenbei: Adam ist in 62% der Fälle zu Evas Linken positioniert.

Bei Arabisch oder Hebräisch sprechenden Menschen verläuft das ja umgekehrt. Die sind aber nicht so wichtig bei uns, meint die SVP. Die Calanda-Gestalter dachten wohl, wir machen’s einfacher: besser wenn der Steinbock nicht links rausschaut. Ins Nichts. Wie die Flüchtlinge.

Vielleicht haben der Kanton und die Calanda-Bräu auch kompromissbereit abgemacht, dass der eine nach links der andere nach rechts schielen soll…eine einfache Polit-Dialektik.

Ob wir auch von Links nach Rechts denken, wie beim Lesen, ist dann aber eher Kaffeesatzlesen. Auf jeden Fall politisch nicht, wir haben jetzt ja ein neues Nationalratsteam. Gottseidank hat’s nicht bei allen diesen postmoderne SVP-Doppelcodierungen gewirkt: „Volch“ schreien, und „völkisch“ meinen…zum Beispiel. Vielleicht haben der Kanton und die Calanda-Bräu auch kompromissbereit abgemacht, dass der eine nach links der andere nach rechts schielen soll…eine einfache Polit-Dialektik.

Wenn wir uns unser Wappen anschauen, dann ist das wohl die Iconisierung des Bündner Verhaltens: halbrechts in die endlose Wiederholungsschleife des Vertrauten. Stimmt. Das ist so die Selbstverständigung der Polis. Wie die Böcke heute mit Carbon biken, und sogar die FDP die Carbonisierung leicht hinterfragt.

 

Der Calanda-Bock hat den Kopf so witternd in den Sturm gelegt. Macht ihn natürlich sexier, man spürt fast wie er den Arvengeruch in der Luft wahrnimmt. Die Gestalter müssen das natürlich in so erdanziehungsferne Dimensionen treiben. Werbung muss übertreiben. Sie haben ihm also diese obligatorische New-Look-Rasur verpasst. So wie es die CVP dem abgeranzten Lombardi wünschte. Normal in der heutigen Marketingwelt. Der Bier-Bock steht abenteuerlich im Wind. Nicht wie unsere gemächlichen Bündner Stammwähler. Eher so wie ein Zug Monarchen-Falter auf ihrer Wanderung durch die Bier-Kontinente.

Unser geheimes Erkennungszeichen ist ja nicht der Steinbock. Eher der Stolz so sein zu wollen wie der Bock.

Keine dicken Trennungsstrich zwischen Bier und Kanton also? Eher schon intergalaktisch interferierende falsche Gedankengänge meinerseits? Naja, mal steinbockig gedacht: „Manchmal denke ich, es wäre besser, wenn wir überhaupt ganz dumpf und stumpf dahinlebten, denn dann würden wir wahrscheinlich an all den Widersprüchen und Ungereimtheiten unseres Lebens nicht so leiden.“, schrieb mal Nietzsche in Graubünden. Der hat wahrscheinlich an die Martullo-Wähler gedacht.

Als Generalausteiler von rechten und linken Haken. (ich boxe zwar meist nur Schatten..) muss ich dem nachgehen. Unser geheimes Erkennungszeichen ist ja nicht der Steinbock. Eher der Stolz so sein zu wollen wie der Bock. Und im Wappen vertritt er halt unsere sprichwörtliche Ataraxia, also die Gemütsruhe der Bündner. Patschifig aifach. Darwins Survival of the Fittest wenden wir nur auf Eishockey und Jagd an. Alles andere ist eine neodarwinistische Auffassung von zweifelhaftem Wert. Der Steinbock soll ein Symbol sein für unsere Trägheit im Überleben.

Jetzt können Sie natürlich über meine mentalen Verrenkungen staunen oder sich ärgern. Auch zum Beispiel über die Habachtstellung der Bündner zu diesen biologischen Mustern von Kraft, Harmonie, Männlichkeit. Diese männlich-körperliche, etwas forcierte Selbst-Erdung –selbst durch ironische TV-Spots–  hat System. Das sind Bedeutsamkeits-Ressourcen mit semantischer Verdichtung. Die symbolischen Spuren unseres lebenden Bündner-Bewusstseins. Die Verkörperungstheorien unserer ersehnten Bildsprache.

Damit schliesst sich der Handlungsbogen. Geben sie zu, sie hätten’s gar nicht bemerkt. (Die Logo-Änderung der Heineken) Den Steinbock im Elementarzustand kennen Sie eh nur aus den TV Spots. Übrigens: es gibt auch weibliche Steinböcke..

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das belladonna syndrom

 

Das kann ja nicht Realität sein, denkt man….Die Steinreiche wird von den potenzialarmen Bündner-Hang-Bewohnern gewählt. Uns fehlt’s eben an Kies. Gut, sie schätzt uns auch als tüchtige Mitmacher, eben Kiesmacher.

 

Die Schollenhüter und die Schwellenhüter der Bünder-Bau-und-Bankkonti lieben es. Das Scheff-Hafte der Zürcherin Martullo. Polit-Züchterin, mit wisserischer Befehls-Tonspur und der züriseegeborenen, gemütssimulierenden Ich-bin-doch-auch-etwas-molly-wie-ihr-Haltung. Ist doch auch gmüetli-schweizerisch: immer mehr fressen wollen, als man verdaut. Fast eine Allegorie, eine Soap-Figur für das Spiesser-Bündnertum. „Sie ist doch so erfolgREICH“ , die Frau, die in der Endlosschleife immer unzufrieden wirkt.

 

Momoll, das Haben für sie, das Sollen für die Wähler. Die Prekariatsfolklore wirkt auf jeden Fall. Die haben so eine „doppelte Buchführung“ würde ich das mal nennen: missbrauchen die Unterschicht um ihre Oberschicht-Ziele zu erreichen. Für ländliche Bündner, die sich zum nie erreichbaren, ersehnten Reichenbalkon noch eine Wohlhabenden-Terasse mit Umverteilungspool wünschen.

Als Heerlibergerin mit schwach geprägtem Sesshaftigkeitshintergrund ist sie vielleicht nicht gerade sprachintelligent, aber ihre sieben Zwergli haben ihre sieben Thinking-Steps schon verstanden.– Sie weiss: „Du darfst nie schlauer wirken als dein Wähler“. Das sagt wahrscheinlich auch ihr Umfeld: die Röschtis und Köppels. Auch doppelte Buchführung: der eine lliebundandundlüüttauglich, der andere hoch-fake-eloquent, sucht immer nach Eiterbeulen, wo auch makellose Haut ist. Ist für mich der Inbegriff der tiefsinnig komischsten Widersprüchlichkeit des Polit-Lebens.

Minderheiten-Geschädigte wie Graubünden sind derart mit sich selbst beschäftigt, dass sie das nicht merken, so dass sie halt anfällig sind. Partizipationsfolklore wirkt da schnell.

Wenn Mächtige tun, als seien sie machtlos. Wenn der Täter sich trumplike zum Opfer macht, die Kunst der strategischen Ausblendung und des schadlosen Überhörens beherrschend. Macht immer den Gärtner zum Bock – in Graubünden zum Steinbock. Führt dann den vermeintlichen Guerillakrieg gegen die Oberen, gegen Bern – und das als reichste Parlamentarierin.

Immer nach der geschmacklosesten, haarsträubendsten Position greifen, nur um andere zu skandalisieren. Edelgord nennt man das. Das sind jene Disputanten in Internetforen, die mit Trollen agieren und die grassierende Wutbürgerei von heute doch gut verkörpern. Schmöggt nach Stinggi. Minderheiten-Geschädigte wie Graubünden sind derart mit sich selbst beschäftigt, dass sie das nicht merken, so dass sie halt anfällig sind. Partizipationsfolklore wirkt da schnell.

Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre, was Frau Martullo in der SO sagt?

Und sie finanziert auch noch die Monolpresse mit, man siehts den Medien der Südostschweiz so klar an: Jeden Tag eine Hammerseite mit Martullo für die grössten Dumpfbacken. Im altersdebilen Bündner Tagblatt, da gehören ihr wenigstens die Titelrechte, aber auch in der infoschloddrigen, vertuschenden Südostschweiz mit Anhängsel wird ausnahmslos lobgehudelt. –

Die Bewirtschaftung von Zeitungspapier hat sich eben entschieden geändert. Martullo, als Sympath und Volksheldin versiegender Heimatgefühle mit pompös-hohlen Titeln wie „ Martullo obsiegt.“ Oderso. Für Bündner gilt: Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre, was Frau Martullo in der SO sagt?– Die wären ja auch vermutlich imstande ein Pilzbestimmungsbuch als Martullo-Innovation zu verkaufen..

Aber die Bündner haben eben keinen Spam-Filter eingebaut.

Hauptthema: Diese Begabung, die sich in der adäquaten Bündner Volksvertretung in Bern verschwendet und vergeudet…Die Obsiegerin war auf jeden Fall am Wahlabend unheimlich schlecht gelaunt. Die Performance der Unglücklichen (so heisst ein Buch von Simone Beauvoir). Jetzt muss sie wieder nach Bern…Die Arme, die so unsouverän, mit gesenktem Kopf müffelt, etwas zudeckt…diese stets traurig gekränkte Männlichkeit in einer Frau….Hat wohl einige biografische Narben. Benutzt Management-Brocken als Fake-Fast-Food für unbedarfte Gewerbler- und Boulevard-Leser-Wähler. Aber die Bündner haben eben keinen Spam-Filter eingebaut.

Würde man meinen Blog überhaupt lesen (ich weiss, viel zu lange), würde es jetzt schon wieder waschkörbeweise daumenrunter Leserbriefe der immergleichen Schreib-Bande der SVP hageln.…dabei möchte ich doch nur vorbeugen, dass Martullo noch zum Bündner Unwort des Jahres wird.

… so wie die blocherfinanzierten Südostschweiz-Medien die tägliche Martullo-Ration wie Belladonna-Tropfen den Bündnern einträufelt….

Ich glaube, da handelt es sich um das Belladona-Symptom. Vor vielenvielen Jahren war es ja bei Opernsängerinnen noch üblich, sich Belladonna in die Augen zu tröpfeln, die dann auf der Bühne mit Klarheit und einem Glanz erstrahlten, die darüber hinwegtäuschten, dass die Sängerinnen nichts mehr sahen. Die Belladonna-Tropfen liessen sie vorübergehend erblinden, und der durch sie erzeugten Anschein von vollkommener und perfekter Sicht, von glänzenden Augen, die dem Publikum eine gesteigerte Intensität und Einsicht signalisierten, verbarg den wahren Zustand der zeitweisen Behinderung.

Also in etwa so wie die blocherfinanzierten Südostschweiz-Medien die tägliche Martullo-Ration wie Belladonna-Tropfen den Bündnern einträufelt….so wie einige weitere Falschinformationen – Aber heute braucht man das ja nicht mehr…fake Tropfen sind wirksamer…und die meisten werden auch davon blind. Wählerblind.

Auf jeden Fall nimmt der Härtegrad des Wahnsinns massiv zu.. und die dumpferen Musikanten bedienen sich immer mehr der Polit-Sprachorgel…Intonationskunst mit subtilen Obertönen ist da nicht gefragt. Auch wenn der alte Blocher einfach seine letzte Hitze an jungen, coolen Grünen kühlen will, auf jeden Fall werde ich meiner Baby-Enkelin sagen:

„Ich werde zu Dir halten, wenn du zig Jungs ausprobieren wirst, ich werde dasein, wenn du am Freitag auf Klimademo gehst. Wenn du jedoch wirst wie diese Martullo, dann ist es aus zwischen uns…“– Abar gäll, auswandern bringt nichts, denn diese Kultur ist fatalerweise wie das Oktoberfest überall…

 

 

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kreuzfahrt-trotter(l)s

Heute könnte ich Bäume ausreissen. Nicht aus Wut, aus Freude. Aber das sollte man nicht. Es gibt eh schon bald zu wenig. Buchen und bald auch Fichten. Also nur kleine Bäume ausreissen, so ein Tannenschössling im Garten. Geht vielleicht noch. Der wäre zwar erst in 20 Jahren fähig, den Klimawandel zu mässigen.

Lassen wir das mal. Entschuldbar, die Zeit verändert die Skalen der Wertschätzung, dachte ich immer. – Nicht sicher: Kürzlich mischte ich mich in der Sportgarderobe bei einer Diskussion ein, die sich darum drehte, welche Kreuzfahrten noch zu toppen seien. Wir Alten wollen eben verwöhnt werden. Obwohl die Garderobe eher von männlichen Abgasen dominiert war, kam so ein Konsensduft auf. „Gell, das ist die beste Ferienform.“

„Einst lebten wir auf dem Lande, dann lebten wir in den Städten, und von jetzt an leben wir fast nur noch für die Kreuzfahrten.“

 

In dieser Goldgefärbtheit schwärmten sie von diesem Hochhinaus auf See, dieses Hochgefühl von Verwöhntwerden“…so tönt’s in der Reisebeilage, fast wie unser schweizerisch-gebärmütterliches Schaukeln im Überfluss. Vergnügen und Verwöhnung. Man weiss: Kreuzfahrten sind ökologisch verheerend, dafür oberflächlich und erlebnisarm.

Meine Kollegen steigerten sich dann auch im Mobilisieren von Superlativen zum kreuzfahrerischen Seinspotenzial („auch kulturell so interessant…“), wollten auch bei mir auf eine Verhaltensregulierung hinsteuern („waisch, diese Kreuzfahrten werden immer umweltfreundlicher“). Ja, in Kiel kann man diesen Sommer sogar auf eine „vegane Kreuzfahrt.“ Toll, wenn wieder 2000 Leute die Welt retten mit einem Diesel-Monster.

„Ich freue mich wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ meinte ja schon Karl Valentin. Der hat es verstanden sogenannte kognitive Dissonanzen auszuloten. Er wusste, dass wir gerne schlau denken und dann doch gerne blöd handeln. Was hätte der wohl zur Klimadebatte gesagt? Gut, in den Tagen nach unseren Oktoberwahlen begegnete ich auch einigen dieser Senioren mit eingetrübtem Blick: „gell, schlimm diese Grünen gewinnen jetzt noch.“

Zurück zur Garderobe. Das war wohl alles im toten Winkel ihres Wissens. Etwas Alternativmathematik und Fake-Physik a la Trump und schon bist du der Kracher bei den Ignoranten…Leben als gebe es noch drei Erden im SUV-Kofferraum.

„Iss schön uf, damit mora d’Sunna schiint…“ mahnte meine Mutter immer. Und was hemmar jetzt davo? Ein SVP-Sünneli das etwas untergeht… Manche tun soviel für die Gesundheit, vor allem die der Nation, dass sie krank werden durch soviel geistige Selbstbestäubung.

Ja, all die kulturwiegesken Städte wollen doch auch noch rohölovertouristed werden

Dabei ist kreuzfahren eigentlich wie Bäumeausreissen. (Meine Belehrung punkto Rohöl- und Umweltschäden, die ich in der Dusche hielt: über Stickoxid, Schwefel und Feinpartikel. Fakt ist, dass noch die Mehrheit der KF-Schiffe mit Schweröl fahren. Rohöl, das mit einem Gehalt an Schwefeloxid, 1500 mal höher ist, als es im Diesel für Privatfahrzeuge toleriert wird. Dass zum Beispiel die Schiffe des amerikanischen Branchenleaders Carnival Corporation ebensoviel Schwefeldioxid an den europäischen Küsten produzieren wie 26 Millionen Autos). Und es nimmt zu: 2 Mio. Deutsche gehen jährlich auf Kreuzfahrt, das sind erst 8 % der Touristen, aber 34 Prozent wollen  bald mal auf eine KF laut Marktforschung.

Man müsste vielleicht auch mal erforschen, was bei all diesen Luxusfahrten absichtlich oder unabsichtlich über Bord geht: Plastik im Meer (darüber kann man sich ja dann im Feuilleton aufhalten..)

Und ja, die Schiffe verbrauchen täglich im Durchschnitt 150 Tonnen schwergiftiges Schweröl. Und das bei 500 Kreuzfahrt-Schiffen weltweit…Tendenz steigend. In Häfen wurden 500’000 Feinstaubpartikel pro Kubikzentimeter gemessen (an befahrenen Strassen in Berlin sind es nur 15’000.)

Für Kulturbeflissenheitsfregatten mit Weinreise-Gatten oder Kreuzfahrtstrottel mit Buffet-Polonaise…

„Finde ich nichts besonderes“, reisetalkend sagte mir kürzlich eine wohlbestallte, cruise-und sonstgeschmückte Dame aus dem Mittelstand, die ihre mittlere Wohlhabenheit mit Cruise-Talk aufwertete. Nach so einer Kreufahrt hat man wohl seinen eingebauten, schwingungsdämpfenden Quatschdedektor eingebaut. Sie war schon überall auf der Welt, meist per Kreuzfahrt. „Oman isch nit schpeziell“ fand sie zum Beispiel, kann man aber auch durch eine andere Destinationen ersetzen. Wie sich dann meist herausstellt, hatte sie auch hier nur die Hauptstadt 4 Stunden lange besucht. Maskat – in diesem Falle – deckte nicht ihre etwas eingenähte Weltsicht. Totale Genuss-Sättigung?

Ihre kleinbürgerlich hochgerüsteten Belanglosigkeiten („Ja, der Arktis-Forscher am Abend war ein ausserordentlicher Wissenschafter…“) erreichten dann den Massstab touristischer Seinserfüllung mit so Knallchargen-Sätzen: „und wissen Sie, all diese Kulturabende auf all den Schiffen…“. Geleitet vom Wissen um die Haus- und Gartenliteratur entstehen wohl so Weitwinkelsichten. Da endet man dann einvernehmlich zwischen Usuaia oder Singapur in Unterhaltungsshows für Superalte mit Röbi Koller. Floten an der Oberfläche. Dafür mit Panflöten.

Richtig juicy wird’s dann wenn sie die Schiff-Buffets beschreiben..Wenn sie ihren Schweizer-Mittelstands-Reichtum mit markanten Hinweisen auf Kochbüchervarianten und eigenem Weinkeller bekunden. – Ist wohl die Konvergenz zwischen unserem Grauen vor dem Tode – der Sargangst – und unserer Lust auf wenigstens gutes Essen. Da kann man dann die Grenzen des Essbaren immer erweitern („Gion, isst jetzt sogar Sushi…“) Der Unaufgeräumtheit des Lebens kann man ja mit einem hohen Anteil an vermeintlicher Virtualität begenen, dem Essen und Geniessen, das dann auch eine hohe Wichtigkeit bekommt. Kenne ich selbst. Die Konvergenz vom Wissen um den Welthunger, den Schlachtfeldern ethischer Einordnung und ihrem Bedürfnis nach Gutmenschentum ist erreicht. Gut, manchmal blitzt sogar das obligate Schamgefühlchen leicht hervor: „und all dia Arma.“

Ja, all die kulturwiegesken Städte wollen doch auch noch rohölovertouristed werden. Für Kulturbeflissenheitsfregatten mit Weinreise-Gatten oder Kreuzfahrtstrottel mit Buffet-Polonaise…Man will sich schliesslich nur vor dem Weltuntergang schützen. Noch einen Lebenssinn haben, bevor man klimaschonend kompostiert wird.

Ist wohl die Konvergenz zwischen unserem Grauen vor dem Tode – der Sargangst – und unserer Lust auf wenigstens gutes Essen.

Die Sammelgier der modernen Touristen ist mit Völlerei vergleichbar. Sie entsprechen prächtig dem Rentnergeschmack– die luxuriösen Altersheime auf Wellen. Die spiessigen Zeremonien einer alternden Gesellschaft mit Dinner,  Showprogramm leichter Klassikmusik und Spielautomaten… in Kreuzfahrt-Schifflounges klebend dem Tod entgegenfiebern..

So kommts mir vor. „Einst lebten wir auf dem Lande, dann lebten wir in den Städten, und von jetzt an leben wir fast nur noch für die Kreuzfahrten.“ In diesem erweckten Bewusstseinszustand erreicht man wohl ein gewisses Mass an Weltlosigkeit.

Das ist jetzt altersfeindlich. Aber ich bin ja auch einer. Sie werden aber immer jünger, die zweite Generation der Bildungseinsparungsmassnahmen ruft auch schon ahoi. Der Durchschnittskreuzfahrer ist schon unter 50. „Wir kaufen nicht was wir haben wollen, wir konsumieren was wir sein möchten.“, gilt wohl auch für diese Ferienform. Wusste ich ja aus meiner unrühmlichen Vergangenheit als Marketingberater. Denk daran, sagte ich immer in den 70er Jahren. „ Glücklichen Leuten kannst du nichts verkaufen…“ Ich war wenigstens noch nie auf einer Kreuzfahrt…

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Hü plappern. Und hott meinen…

Heut‘ ist es schon hot. Da kommt man dann schnell auf diese Fragen: „Es gibt doch jetzt diese Greta, diesen Wolf, diese Windräder und überhaupt… Darum müssen wir alle zusammenhalten…“– Waach, wie mitleidig sollen wir da noch dreinschauen? Meint da jemand sein Wille zur Gartenhag-Wohlhabenheit müsste geschützt werden? So einer, der seine Burschenüberlegenheit noch etwas geniessen möchte?

Irgendwann kommt da bei mir so Ignoranz-Müdigkeit auf. Was soll ich mich noch um die kümmern? Mich auf den Rückzug unter den Kopfhörer fokussieren?

In letzter Zeit will ja die FDP. „Die Schweiz will.“, steht mindestens auf dem Plakat. Oder doch nicht? Eigentlich wissen wir gar nicht was die FDP so will, vor allem nicht punkto Klimaschutz.

Die haben alle einen guten Kontostand, einen Gartenzaun und einen Schützenpanzer in der Garage zu schützen. Und Pestizide und das ganze Agrar-Willens-Programm.

Nix machen, einfach wegerklären. Und das mit atemberaubender Radikalität und Aufpolsterungstechnik.

Bei dieser Kaminvorleger-Glückseligkeit kommt dann das Paradebeispiel des Wunschdenkens ins Spiel, wie es für Menschen meines Alters typisch ist: „Es gibt doch sicher eine andere Gelegenheit mich fremdzuschämen…“Der nächste Winter ist bestimmt nicht so hot wie heute. Wir carven auch ins nächste Jahr. Vielleicht anders. „A long way down.“, würde Nick Hornby sagen. Aber der versteht vielleicht nicht viel von Schnee..

Die Arroganz der Ignoranz nimmt offensichtlich zu. Wenn die FDP Nationalräte sich gerne grün geben, uns immer noch in diesem fatalistisch liberalen Eigenverantwortungston belehren, dass wir viel realistischer an die Klimadebatte rangehen müssen. Will heissen: Nix machen, einfach wegerklären. Und das mit atemberaubender Radikalität und Aufpolsterungstechnik. Sag einfach Hot, wenn sie denken du sagst Hü….vom Klimaschutz reden und das Gegenteil machen.

Meist mit einem Gesichts-Ausdruck niederer Gerissenheit, wie man ihn von Engadiner-Bauleuten kennt. Achselzucken, Netflix gucken?

Ach, dieses Verdrehen. Augenverdrehen. Und das alles in diesem hinterhältigen Tonfall– wenn sie jemals gehört haben, wie ein Kind für etwas um Erlaubnis fragt, was es schon längst gemacht hat, wissen Sie, was ich meine…Meist mit einem Blick wie ein verlassenes RHB-Perron und dem Gesichts-Ausdruck niederer Gerissenheit, wie man ihn von Engadiner-Bauleuten kennt. Sie tragen schliesslich die Last der Banken-Industrie-Aristokratie und ihrer Inzucht. Amigogeschäfte – geschäftstüchtige Doppelpassspiele. Und, kaum zu glauben: meist sind sie nur einfache Land-Gewerbler, die auch nicht bei den berühmten 1% mitgarnieren dürfen.

Gut, das Rezept für dieses Klima-Omelett ist komplex, und man wird noch viele Eier zerschlagen müssen. Man kann nicht immer dieselben rigiden ideologischen Prinzipien, die früher in Fragen der Rechte, des Schutzes und des Gewerbes zum Tragen kamen, unverändert auf die Kapitalflüsse einer globalisierten Welt oder gar auf den Klimaschutz übertragen.

Ja , nein, abbrechen? Aber nicht den Wahlzettel fortwerfen…

Im Film kämen jetzt diese anschwellenden Streicher, sie peitschen ihre Saiten, spielen mit unserer Sargangst. Und dann führen alle diese gleich kreischenden Streicher zu einer imaginären Konsenswolke. Dem Wölkli auf dem Bild über unserem Nationalrat. Den dürfen wir ja wieder wählen. „Wer immer alles verpennt, gehört zum Polit-Establishment.“ hätten wir früher…Mal sicher zur SVP-FDP-Agrar-Mehrheit, können wir da getrost feststellen.

Sind sie jetzt sicher, dass sie das in den Papierkorb und den leeren wollen? Ja , nein, abbrechen. Aber nicht den Wahlzettel fortwerfen: Schauen Sie, dass wenigstens einige dieser heiligen, kalten Krieger im Oktober etwas verloren und restarrogant aussehen. Die Leichenstarre üben diese alten Männer eh schon lange. Vielleicht wird dann dem einen oder anderen wenigstens bewusst, dass auch er wie die Erde am Ende auseinanderfällt.

 

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