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was Thomas Mann zum WEF sagen würde…

Ich würde schon gerne wissen, was Thomas Mann über das Davoser WEF geschrieben hätte.

Adam war, nachdem er den Apfel gegessen hatte, auch nicht zu einem anderen Menschen geworden. Er war der, der er schon immer war, nur dass es ihm jetzt schlechter ging. Wie uns und dem WEF nach Corona.

Der Schwab meint, es müsse doch besser gehen, eine bessere Wirtschaft sei möglich…Das unterschreiben wir doch alle. Aber welche? Klar, er meint die wirtschaftlichen, globalen Ungleichheiten seien nun langsam zu gross. Selbst ER, meint die neoliberale Ideologie hätte sich in den letzen 40 Jahren zu stark durchgesetzt….hat er wohl recht.

Thomas Mann zum Ausgleich der Ungleichheit? „ Was sie an Qualität vermissen liess, muss sie ersetzt haben durch…Dynamik“ ergänzte Hans Castorp im Zauberberg. Doch der meinte nicht die Wirtschaft.

Okay, jetzt versuch ich den ganzen Film mal zu entwickeln (Sind mir nicht immer dieselben Sachen wichtig, die Schwab wichtig sind? )

Schwab melkt die fettesten Euter der Welt.

Für mich verkörpert er die Euphemismus-Variante der Korrumpierung der Korruption…nai, natürlich nicht so wie ein N’drangheta Mann – er ist eher der musterhaft Redliche, der…diese Schiefheiten vielleicht mit Gewinn konzertiert, natürlich auch wieder im Verein mit einer höheren Wesenheit würde T. Mann meinen. Er ist das makellos rasierte Gesicht der Macht, hat aber auch diese ins Gesicht verkleidete Bangigkeit, schaut dann oft wie ein so extrem gehudelter Mensch, so fast (…aber nur fast) eine sozialismuskompatible Papstbesuchs-Variante. Er ist ein Vordenker in einer Wirtschaftsgesellschaft, die sich im Kern vor jeder Veränderung fürchtet, die ihren Gewinn schmälert.

Mit diesen dealt er gut: Er hat gerne diese Strotzer um sich. Auf der einen Seite, die taktierenden Suits, streberhaft und getrimmt. Auf der anderen die feisten, verfetteten Arrivierten, die Trumps und Goldmann-Sachs und Blackrocks, voller Hochmut und Stumpfheit. Gesellschafts-Reflexionsverweigerer. So im Stile des Möchte-Gerne-Bundes-Wirtschaftsminister-Merz in Deutschland: „Hier draußen können Millionen gemacht werden, und deine einzige Konkurrenz sind Idioten“,

Dazu hat er etwas von jener Altmaier-Feistigkeit der Geldschwämme, der Anzugs-Verlogenheit…und netterweise auch diese Bono-Euphemismus-Ladung…Schwab unterwirft sich immer wie ein Hirsch dem Stärkeren, wenn es brunftet. Wie vor 2 Jahren bei Trump.

So kommt er mir dann oft vor wie eine Flaschenpost aus anderer Zeit.
(das hör ich dann raus: er bestellt einen Fitnesssalat, hätte aber viel lieber Bratkartoffeln mit Braten gehabt.)

Krähen seien die Businessmänner der Vogelwelt, hatte irgendeiner mal gesagt. Picken an ihren Laptops rum, fläzen sich dann in den Mercedes und meckern am Abend mit ihren klunkergeilen Damen über die Gretas…und treffen sich jährlich am WEF. Um einander später wieder die Augen auszuhacken. Fliegen jedes Jahr gegen Süden ans WEF, um erhitzte Debatten über neue Thesen zu führen, die sie nicht so richtig interessieren. Primär nur ein Gerenne und Gehetze um Aufmerksamkeit, um Hauen und Stechen und Status. –

Liege ich da wieder mal vorurteilsbehangen falsch? Mag sein, falsches Casting. Ich sollte natürlich nun Ringeltänze des Bedauerns aufführen, vor Zerknirschung den Kopf senken…soviel Wertschöpfung, die sie doch Davos bringen. – „Halte deine Vorurteile im Zaum“. Steht wahrscheinlich auf meinem Glückkeks (gratis zum Dim Sum) im Davoser China Restaurant Golden Dragon.

Ich seh’ schon Schwabs Augenbrauen eine Oktave höher steigen, seinen Bauch zieht er ein. Er doziert jetzt eine Gleichschaltungsdiät…sein Bäuchlein hat sich doch etwas angefettet. Die ganze Verletzlichkeit seiner marktwirtschaftsspeckumhüllten Existenz, mit freiwilliger Glatze und freisinnigem Sinn ist glaubwürdig. Den hält man schon wegen seiner schieren Freudlosigkeit für kompetent. Und gut, er sieht so aus, als ob er allein schon ob mangelnder Feinmotorik keiner Fliege etwas zu leide tun kann.

Fixiert auf meine Fixierungen lasse ich jetzt irgendein Schwachsinnantiliberalismusschleimscheissergelaber raus.

Aber Schwab ist Schwab. Der Täter sieht sich gerne als Wirtschaftssanitäter.

Er hat sich doch auch schon als Gretinist geoutet (mir auch recht). Der Zweck heiligt die Titel. Der liebt die Wirtschaft so, dass er am liebsten zwei davon hätte…

War ja schon immer so ein Verbalaktivist, so im Sinne: ich decke bloss den Tisch, aufgetragen wird von anderen…da kann ihm nichts passieren, das WEF ist ja eigentlich nur ein banales Geschäftsnarrativ mit fettem Leanback inbegriffen. Sieht sich als lonesome Cowboy, der in die Stadt reitet, alle Schurken und Feiglinge erledigt und dann wieder allein und fidel pfeifend in die Abendsonne reitet…Bei fettem Eintrittsgeld darf man zuschauen.

…der hat doch eher dieses Endsiegverkackt-Gefühl von seinen Vorfahren geerbt,

Was jetzt, vielleicht humpelt sogar seine Geldmachmaschine im Schleudergang? Gut, die Weltwirtschaft ist nach Coroana vielleicht wie ein Mann mit Potenzangst: was ist, wenn ich ihn nicht hochkriege? Glaube ich nicht, Schwab hat doch jetzt nicht so ein Basisfeeling von Verlorenheit? Da geht man einfach nach Singapur.

Wie so ein wie ein Fallschirmspringer, der merkt dass er nur einen leeren Rucksack auf dem Buckel hat? Nai, der hat doch eher dieses Endsiegverkackt-Gefühl von seinen Vorfahren geerbt, ist doch schlau genug, um faktisch zu merken, dass da nicht mehr alles stimmt. Kein Denkvermeider. Der merkt, dass die Löscharmee für den Müll der Neoliberalen schon aus der Wirtschaft kommen muss..

 

Oder wie hätte Thomas Mann gesagt: der beutelschneiderische Geschäftsgeist des WEF-Präsidenten lässt uns in die untergehende Davoser Sonne grimassieren. Und siehe da: im „Zauberberg“ steht die Antwort… „ Er wollte Omeletten für sich und die Seinen. “ – …Das war zu wenig für das Gemüt von Leuten, deren Schicksal ausserordentliche Tröstungsansprüche rechtfertigte…“

 

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